Als wir im Juni die letzte Generalversammlung der Medien Schweiz AG hatten,
merkten wir, dass wir in Sarnen ein Mitarbeiterproblem hatten. Es waren kaum
noch Reporter, Journalisten oder etwa Moderatoren zu finden. Wir wussten,
dass im Herbst einiges an Aufträgen herein kommen würde, also mussten wir
handeln! Wir beauftragten die Temporärfirma Manpower AG, uns geeignete Leute
zu suchen. Es wurden dutzende Bewerbungen versendet. Wie wir erfahren haben,
hatten sich dann auch viele junge Leute gemeldet. Nach strengen Kriterien
wurden die Leute überprüft und auserlesen. Die besten wurden zu einem Bewerbungsgespräch
mit anschliessender Fachprüfung aufgeboten.
Am Samstag dem 16. Oktober kamen dann die zahlreichen Arbeiter zusammen.
Nach dem
Fassen
ihres Ausweises mit Foto und Kennnummer ging es ab nach Sarnen mit dem Reisecar.
Nach einem kurzen Postenlauf und einem Check-In konnten die Mitarbeiter ihre
Schläge beziehen. Nach einer ersten Stärkung in der Kantine kam bereits ein
erster Auftrag herein! Es mussten verschiedene Interviews in Sarnen gemacht
werden. Unsere Crew machte sich motiviert auf den Weg ins schöne Sarnen, um
die Leute zu befragen. Dann war auch schon der erste Tag vorbei und mit etwas
Übermut ging man dann schlafen.
Der nächste Tag begann aussergewöhnlich früh, denn um 5.00 Uhr morgens besuchte
uns ein Informant, der uns eine super Story zu bieten hatte. Um diese Story
zu bekommen mussten wir Schlagzeilen auftreiben. Als der Deal über die Bühne
gehen sollte, merkten wir, dass wir nicht die einzige Medienagentur in der
Gegend sein konnten. Unser Informant erhielt ein besseres Angebot, also war
die Story weg. Wir waren einfach zu langsam, vielleicht des frühen morgens
wegen!!
In der Nacht haben wir noch die Interviews ausgewertet und bemerkt, dass sie
von schlechter Qualität waren. Wir waren nicht sehr zufrieden mit unseren
Mitarbeitern! Wir erkundigten uns beim Temporärbüro, was für Leute sie uns
da eigentlich zugewiesen haben. Ausgebildete Journalisten waren dies auf keinen
Fall. Nach einigen Recherchen merkte das Temporärbüro, dass ihnen ein Fehler
unterlaufen war. Es wurden uns die falschen Leute zugewiesen, also standen
wir vor einem Problem. Nach langen Gesprächen und Diskussionen war klar, dass
wir keine neuen Leute auftreiben konnten und so unsere junge aber sehr motivierte
Crew im Kurzverfahren professionell ausbilden mussten, und dies in diversen
Fachgebieten.
Also legten wir gleich
los mit unserer Ausbildung. Als erstes wollten wir uns einen Dokumentarfilm
mit dem Titel: "Vom Buchdruck zum Fernsehen" ansehen. Nach ein paar Minuten
machte uns das alte Filmband einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück hatten
wir ein Doppel auf DVD dabei, aber als wir dieses jedoch starteten mussten
wir mit Wehmut feststellen, dass dies die falsche DVD war! Und so schauten
wir uns gemeinsam den Kinderfilm: "ICE AGE" an, zur Freude der Jungs und Mädels
(und natürlich auch der Leiter!! :) ).
Am nächsten Tag stand wieder Ausbildung auf dem Programm, denn man musste
ja noch viel lernen, wie z.B. Papierschöpfen, Fotos entwickeln, Werbespots
,Kaligraphie, Fotostorys, etc.
Wir bemerkten am Abend, dass uns bei so vielen Mitarbeitern das Material ausgegangen
war. Also mussten wir bei den Firmen neues besorgen, doch das kostete Geld.
Geld bekamen wir, indem wir edle Wahren schmuggelten, was sich wegen den Grenzwächtern
jedoch als schwierig herausstellte. Nach 2 Stunden härtester Anstrengung waren
unsere Lager wieder im vollen Bestand. Ausser weissem Papier, speziellen Schreibern,
div. Kassetten und Disketten, welche es nicht zu kaufen gab. Es war schnell
klar, dass diese Sachen aufgetrieben werden mussten! In unsern Akten fanden
wir dann Infos über alte Reservelager die vor über 50 Jahren eingerichtet
wurden.
Am nächsten
Tag machte sich die Crew in verschiedenen Gruppen auf den weiten Weg, um diese
Sachen zu holen. Das Wetter wollte bei der ganzen Sache nicht so richtig mitspielen
und so regnete es fast ununterbrochen den ganzen Tag. Um ca. 21.00 Uhr trafen
dann die letzten Gruppen ein und konnten nach einer warmen Dusche endlich
ins Bett. Man berichtete sich die Erlebnisse der Wanderung, bei der man am
Abend sogar noch abgekocht hatte, weil es nicht ins Lagerhaus reichte. Das
restliche Material wurde alles gefunden und so konnten wir voll und ganz zufrieden
sein.
Weil sich unser Team so tapfer durchgekämpft hatte, stand am nächsten Morgen
Ausschlafen auf dem Programm, was sicher auch oder vor allem den Leitern recht
kam. Nach einem gemütlichen Brunch nahmen wir am Sportturnier mit den Sportarten
Fussball, Frisbee, Volleyball, Ball über die Schnur, etc., welches in Sarnen
stattfand, teil. Bei leichtem Sonnenschein zeigte jeder und jede, was in ihm
steckt!
Am Donnerstag war nach Joya rennt(!) ein gemütlicher Ausflug in den Gruppen
geplant. Die einen gingen Schlangenbrot backen, andere Minigolf spielen oder
Verkehrshausbesuch, Spiegelsaal oder Imax-Kino in Luzern . Am Abend konnte
man sich im Medienhaus so richtig verwöhnen lassen mit Massage, Sirup-Bar,
Sauna, Coiffeur, Henna-Tattoo. Ein bisschen Erholung nach all diesen Strapazen
war unserer Crew sicher gegönnt! Vor dem Schlafen war wieder eine Tagesschau
angesagt, die von den bewegenden Sachen, die in der Welt geschahen, wie Sport
oder Wetter oder Ereignissen, die im Lager für Furore sorgten, berichtete.
Am Freitag war Prüfungstag. Wir als Redaktionsteam beschlossen nach so einer
erfolgreichen Ausbildungswoche unser neu ausgebildetes Team trotz allem zu
prüfen. Die Prüfung fand in Form eines Riesen-Brettspiels statt. Gemischte
Gruppen machten sich auf den Weg, um die von uns gestellten Aufgaben zu lösen
und sich Puzzleteile zu ergattern. Im Weiteren ging es darum, ihre Spielfiguren
in den Himmel zu bringen, was sich als tückisch heraus stellte, weil man auch
wieder zurück nach hause verbannt werden konnte, indem eine 2. Gruppe aufs
gleiche Feld gelangte. Als am frühen Nachmittag nach einer Stärkung aus der
Kantine mit Minestrone, Wienerli und Brot die ersten Puzzle fertig waren,
machte man sich auf die Suche nach Stefan Tabatschnik (CEO des Medienhouse
Sarnen). Nach einer Jagd durch Sarnen kamen alle gezeichnet von den Anstrengungen
(vor allem der Chef höchst persönlich) zurück.
Die Prüfung war ein voller Erfolg!!! Das musste gefeiert werden. So machte
man sich an die Vorbereitungen für den Gala-Abend mit Karaoke, Sketch und
allem was dazu gehörte. Zum Znacht gab es super Spagetti mit verschiedenen
Saucen… Hmmmm!
Etwas verspätet ging es dann ein letztes Mal zu Bett! Am nächsten Morgen musste
das Haus auf Vordermann gebracht werden und man musste die Rucksäcke packen,
weil die Woche leider zu Ende war. Alles ging sauber und speditiv von der
Bühne und so konnte man pünktlich um10.30 Uhr Richtung Heimat abfahren! Und
dann war es auch schon vorbei...
Wir möchten uns bei allen Leitern und all den braven Kindern ganz herzlich
bedanken für diese tolllllllle Woche, die euch hoffentlich auch so Spass gemacht
hat! Ein spezielles "MERCI VIU MAU" gilt auch der Küche (Boro, Andrea und
Kinder Ziegler, Kiebitz, Mocca und Dingo) welche uns die ganze Woche super
bekocht haben.
Bis nächstes Jahr, wenn es wieder mal heisst: SOLA !!
MfG Redaktionsteam (CEO Stefan Tabatschnik,
LAGOS)
(Stev. Roger Schawinski, FINK)
(Vorbereitungsteam STUPS, ARTAX, VITA, STRUPPI)
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