Geschichte
Der Cevi in Zuchwil - Der Cevi in der Schweiz
- Die Gründung des CVJM -
Die Grüngung des CVJF - Die weltweite Entwicklung
Der Cevi in Zuchwil
Willi Hochuli rief die Jungschar Zuchwil im März des Jahres 1937 mit sechs
Buben zusammen ins Leben. Schon im Jahr 1938 zählte die Abteilung 30 Mitglieder.
Bald darauf enstanden die ersten Unterhaltungsabende und verschiedene Weekends
und Lager. Im Jahr 1940 übernahm der CVJM die Obhut über die Jungschar Zuchwil.
1962 gründeten sechs Mädchen die Mädchenjungschar Zuchwil. Schon ein Jahr später
schlossen sie sich mit der seit 1957 bestehenden "Mädchengruppe Zuchwil" zusammen.
Im Laufe der Zeit nahm die Zahl der begeisterten Mädchen und jungen Frauen immer
zu. Heute zählt die Cevi Zuchwil etwa 120 Mädchen und Buben, und etwa 45 Leiterinnen und Leiter.
Der Cevi in der Schweiz
Wie in London entstanden auch in der Westschweiz Mitte des letzten Jahrhunderts
kleine Frauengruppen, die sich zum Gebet, aber auch zum Nähen und Flicken trafen.
Um die Jahrhundertwende entstanden kantonale Komitees und später das Comité
romand. 1926 wurde es unter der Bedingung, dass die Deutschschweiz sich ebenfalls
anschliessen werde, in den CVJF-Weltbund aufgenommen. Die Gründung des Schweizer
CVJM geht auf Henry Dunant zurück, der auch das Rote Kreuz initiierte. Auch
er traf sich mit Freunden in einem Gebetskreis, den er in einer Anlehnung an
den YMCA, den er auf einer Geschäftsreise nach London kennenlernte, "Union chrétienne
des jeunes gens" nannte. An der Gründung des CVJM-Weltbundes war er massgeblich
beteiligt. Auch an anderen Orten entstanden Gruppen, die sich alle dem CVJM
anschlossen. Schon 1882 - also nur 18 Jahre nach der Gründung des CVJM in London
- entstand in Wädenswil ein solcher Verein. 1864 schlossen sich die einzelnen
Ortsgruppen zum deutschschweizerischen CVJM-Bund zusammen, der sich während
der Weltkriege vor allem für Soldaten einsetzte. Daraus entstand die noch heute
existierende CVJM-Militärkommission. Was nach dem Krieg frisch und elanvoll
aussah, war zu Beginn der sechziger Jahre bereits überaltert. Die rasante gesellschaftliche
Entwicklung forderte Veränderungen, Gebetskreise für junge Leute waren überholt,
auch zusätzliche Sportangebote konnten den Mitgliederschwund nicht aufhalten.
Wieder engagierten sich junge Menschen für eine neue Form der Jugendarbeit.
Vor allem Rolf Wehrli, Reallehrer aus Seuzach, entwickelte das sogenannte "Zürcher
Modell". Die Grundidee war das Minisystem, das noch immer die tragende Grundlage
der heutigen Jugendarbeit des Cevi ist. Im Mai 1973 schlossen sich die regionalen
CVJF- und CVJM-Verbände zur heutigen Dachorganisation des Cevi, dem deutschschweizerischen
Cevi-Bund, zusammen.
Die Gründung des CVJM 
Eigentlich war an dieser Stelle nur eine kurze Zusammenfassung der Gründung
und Entwicklung des ersten Cevi in London und der ganzen Welt vorgesehen. Die
ersten Männer und Frauen, die sich für den Cevi engagiert haben, ihre Ideen
und Träume, verdienen aber eine grössere Aufmerksamkeit. Dabei handelt es sich
nämlich nicht nur um die Geschichte eines Clubs wie etwa eines Turnvereins,
denn der Cevi schrieb und schreibt Weltgeschichte. Weniger im politischen, als
im sozialen, christlichen und jugendorientierten Bereich. So liegt beispielsweise
der Gründer des CVJM, George Williams, in Westminster Abbey neben Staatsmännern
wie Nelson, Livingstone und Churchill begraben. Er war es, der als junger Textilarbeiter
in London zusammen mit drei, vier anderen jungen Männern einen Bibelkreis gründete,
wie es zu dieser Zeit viele gab. Davon ausgehend erkämpften sie Mitte des letzten
Jahrhunderts soziale Verbesserungen in ihrer Arbeitswelt. Das war in der Zeit
der industriellen Revolution, als Fabrikarbeiter achtzig Stunden in der Woche
arbeiteten, in der Zeit der Kinderarbeit und des riesigen sozialen Elends, in
der Zeit, als von London aus die halbe Welt kolonialisiert und ausgebeutet wurde.
Die Ideen der jungen Männer um George Williams verbreiteten sich rasch. 1844
gründeten sie die "Young Men's Christian Association" (YMCA). Zunächst wurden
Bibelkreise und Gebetsgruppen, später vor allem Weiterbildungs- und Sprachkurse
angeboten. Bald besuchten Abend für Abend 3000 Leute die Veranstaltungen. Als
1851 die erste Weltausstellung in London durchgeführt wurde, nutzte der YMCA
die Gelegenheit, um Kontakte in alle Welt zu knüpfen. Ein Jahr später gab es
bereits in den USA, in Australien, Indien und Frankreich, sowie in der Schweiz
CVJM Gruppen. Reger Briefkontakt führte zu einem Treffen in Paris, wo 1855 der
CVJM-Weltbund gegründet wurde. Als Leitspruch wurde damals die Bibelstelle Joh.
17,21 gewählt: "...auf dass sie alle eins seien."
Die Gründung des CVJF
Auch die Geschichte des CVJF begann Mitte des letzten Jahrhunderts mit einigen
jungen Menschen, die sich in einem Bibelkreis trafen. Die Leiterin dieser Frauengruppe
war Emma Robarts. Als Betreuerin in einer Mädchenschule kannte sie das soziale
Elend vieler junger Frauen. Ihnen wollte sie im Gebet helfen. Auch Lady Kinnaird
sah ihre Aufgabe darin, jungen Frauen zu helfen. Sie reagierte allerdings mit
praktischem Engagement und eröffnete in London ein Heim, wo junge Frauen billig
wohnen und sich für einen Krankenpflegeberuf ausbilden lassen konnten. Mit dem
Wunsch, eine Rückenstärkung im Glauben zu finden, gelangte sie an Emma Robarts
und gemeinsam gründeten sie die "Young Women's Christian Association" (YWCA).
Die Wahl des Namens deutet an, dass der CVJF ähnliche Ziele wie der CVJM verfolgt.
Auch der CVJF breitete sich rasch aus, was bereits 1894 zur Gründung des CVJF-Weltbundes
führte. Die ersten Mitglieder waren Grossbritannien, USA, Schweden und Norwegen.
Die weltweite Entwicklung
Immer wieder fanden weltweite Treffen der CVJM-Gruppen statt, die 1914 durch
den ersten Weltkrieg abrupt unterbrochen wurden. Der CVJM betrieb etwa 2000
Soldatenhäuser in aller Welt, besuchte Kriegsgefangenenlager und machte Vermisste
ausfindig. So drang der CVJM auch in osteuropäische Staaten vor. Eine ähnliche
Arbeit wurde im zweiten Weltkrieg mit grossem Aufwand aufgebaut. Diese Arbeit
mündete nach dem Krieg in Wiederaufbauhilfe und Flüchtlingsarbeit. In den fünfziger
Jahren wurde der CVJM dann in allen osteuropäischen Ländern von den kommunistischen
Regimes verboten. Heute entstehen dort wieder neue Gruppen. Der CVJF widmete
sich vor allem der Unterstützung der Frauen. Soziale Dienste und geistliches
Leben standen und stehen dabei im Vordergrund. Heute arbeitet der Cevi auf allen
Kontinenten in der Flüchtlingsbetreuung und unterstützt in den Ländern der Dritten
Welt die ärmsten Menschen zur Selbsthilfe. Heute hat der Cevi weltweit gegen
40 Millionen Mitglieder und ist somit die grösste nichtstaatliche Jugendorganisation
überhaupt.